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Erzähl mir mal was – Eckhard Schwarzenberger

Die Woche der seelischen Gesundheit rückt näher und im Zentrum AktionsRaum dauern die Vorbereitungen für den 18. Oktober noch an. Vieles aber ist auch schon geschafft. Vorab zur Ausstellung haben wir Eckhard Schwarzenberger (organisatorische Leitung und Kurator) einige Fragen gestellt und interessante Antworten erhalten. Lesen Sie heute von starken Geschichten, vom innerlichen Mitschwingen und von Räumen, die Sie einladen, etwas zu erfahren.

Eckhard, die Ausstellung lädt ein unter dem Titel: Erzähl mir mal was – Resonanzserfahrungen im Zentrum AktionsRaum. Was darf man sich darunter vorstellen?

Wir bilden unsere Identität indem wir unser Leben als Geschichte erzählen. Diese Erzählung muss zuallererst uns selbst überzeugen. Wir bringen darin die Ereignisse unseres Lebens in einen sinnvollen Zusammenhang. Ob sie immer mit historischen Fakten übereinstimmt ist dabei zweitrangig. Denn unsere Erinnerung arbeitet konstruktiv. Es geht eher darum, welche Bedeutung wir den Ereignissen und Erfahrungen geben.
Was für Individuen gilt kann auch auf Institutionen und Organisationen übertragen werden. Starke Geschichten machen starke Identitäten. Wir glauben, dass das Zentrum AktionsRaum in seiner jungen Geschichte schon eine starke Erzählung entwickelt hat. Diese wollen wir in der Ausstellung der Öffentlichkeit vorstellen.

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Resonanz – Was ist das?

Im AktionsRaum laufen wir hochtourig. Es ist noch August und wir denken schon in den Oktober. Denn im Oktober wird die Woche der seelischen Gesundheit stattfinden, in deren Rahmen im VIA Zentrum AktionsRaum eine Ausstellung narrativer Art veranstaltet wird und erlebt werden darf. Das alles wird sich unter dem Titel > Erzähl mir mal was: – Resonanzerfahrungen im VIA Zentrum AktionsRaum < ergeben.

Es ist ein Foto zu sehen, darauf zwei schwebene Balken auf unterschiedlicher Höhe. Auf jedem Balken steht eine Papierfigur und streckt den Arm aus. Die Figur auf den unteren Balken hält den Faden in der Hand.
Banksy-Schablone Mädchen mit Ballon

RESONANZ ist das Wort, welches sich wie ein roter Faden durch die geplante Aktion zieht. Ein Faden, der sich zwischen Mensch und Mensch oder Mensch und Objekt spannt, ein Faden, der zittert und vibriert, wenn einer an den Spannungsenden daran zieht oder loslässt. Ein verbindender, ein schwingender, ein rückwirkender Moment.

RESONANZ, was ist das eigentlich, was bedeutet das Wort? Weiterlesen →Resonanz – Was ist das?

Ein neuer Ausflug mit den VIA-Kulturlotsen

 

Geplätscher im Hof des Estrell. Kurze Animation des Springbrunnens.Eine Kulturlotsenführung durch ein… Hotel?

Wer öfter mal mit der Bahn in Berlin fährt, dem ist sicher schon einmal das große, pfeilförmige und verspiegelte Gebäude aufgefallen: Das Estrel, mit 1125 Zimmern das größte Hotel Deutschlands. Der Name des Hotels setzt sich aus dem Anfangsbuchstaben des Vornamens und der ersten Silbe des Nachnamens seines Eigentümers zusammen, Ekkehard Streletzki.

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Exkursion zum Roten Rathaus

Im Roten Rathaus wurde, im Rahmen des Kulturlotsenprogramms von VIA, eine Führung durch seine Räumlichkeiten angeboten. Es sind u.a. Gipsbüsten von berühmten Persönlichkeiten ausgestellt, welche für die Stadt Berlin von größerer Bedeutung sind, z.B. Alexander von Humboldt und die Gebrüder Grimm. Andere Persönlichkeiten, welche mit der Stadtgeschichte verbunden sind, kann man ebenfalls bewundern.

Zudem kann man derzeit im Roten Rathaus, Geschenke von Staats – und Würdenträgern bewundern, welche  – der jeweils zu der Zeit regierende Bürgermeister – in Empfang genommen hat. Das Teuerste unter ihnen ist eine Uhr von Wladimir Putin. Ihr Wert liegt bei 12000 Euro. Als besonderes Highlight für die Fussballbegeisterten ist dort zurzeit der DFB-Pokal ausgestellt. Diesen kann man leider nur noch bis Samstag, den 19.05.18 bestaunen.

Mit dabei waren verschiedene Leute aus unterschiedlichen VIA-Projekten Weiterlesen →Exkursion zum Roten Rathaus

Ein Konzert am Freitag, den 13.

Behind the Curtains – Hinter den Vorhängen

Es ist Freitag der 13. April. Es ist ein lauer Frühlingsnachmittag, für Abend sind Gewitter angesagt. Als ich in der Alten Feuerwache in der Marchlewskistraße (Berlin Friedrichshain) ankomme, sind noch gut 45 Minuten bis zum Konzertbeginn. Auf der Bühne läuft der Soundcheck, und der scheint nicht gut zu laufen. Lautes Rauschen und Quietschen, dass ich versucht bin, mir die Ohren zuzuhalten. Die Stimmung der Musiker*innen scheint ebenso nicht die beste zu sein. Ein Start mit technischen Handicaps? Liegt das vielleicht am Freitag den 13.?

Der Verein HANDICLAPPED – Kultur Barrierefrei e.V. präsentiert heute in der Alten Feuerwache ein Konzert nach dem Motto „Inklusion rockt! Musik für Alle. Es treten unter anderem die VIA Band „Behind the Curtains“ (Eigenes & Cover) und Woodman Jam (REGGAE ROCKS SOUL) auf. Weiterlesen →Ein Konzert am Freitag, den 13.

Ein Einblick in den Alltag bei VIA

Das Zentrum VIA AktionsRaum ist eine „Zufluchtsstätte“ für psychisch erkrankte Menschen, welche sich im geschützten Rahmen sinnvoll betätigen möchten.

Ich besuche das Fotolabor seit 2 Jahren und gehe sehr gerne dahin. Die Vielfalt der Klienten, auch was das Alter angeht, und die Liebe zu Computerarbeit sowie zur Fotografie, Blick in ein AktionsFeld Foto: ein Mensch arbeitet am Computerkennzeichnen die Leute. Die kompetenten Klientenbetreuer stehen uns stets zur Seite. In den 2 kleinen Pausen können sich die Leute untereinander austauschen, Kaffee trinken oder rauchen . Es gibt auch eine Kantine, in der man zwischen 12:00-14:00 Uhr günstig und gut essen kann. In unserer Fotoabteilung stehen derzeit 3 Computer und wir haben eine professionelle Kamera.

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Schiffbau

 

 

Vor fünf Jahren, als er bei VIA Perspektiven anfing, war es Herrn P. Schroeders Traum, irgendwann einmal ein großes Segelschiff in der alten Fischwerkstatt in der Bruno-Bauer Straße zu bauen. Im Dezember 2017 startete nun sein Projekt im Aktionsfeld Deko&Design und er begann, aus den Materialien Holz, Seidenpapier, Abtönfarben, Stoff und Styropor ein Schiff herzustellen. Auch in anderen Bereichen des Zentrums AktionsRaum wurde an dem Schiff mitgewirkt. Die Kapitänskajüte wurde gemeinsam mit einer Klientin aus dem Kunstbereich entwickelt und angefertigt. Ohne den Laserschneider der Holzwerkstatt, den es in der alten Fischwerkstatt in der Bruno-Bauer Straße noch nicht gab, hätte das Projekt gar nicht realisiert werden können.

Der Rumpf besteht aus Styropor. Herr Schroeder beschreibt sich selbst als sehr selbstkritisch, was er schon seit seiner Kindheit sei. Er ist sehr kritisch, wenn er seine Projekte fertig betrachtet und findet viele Fehler, die er gemacht hat.

Herr Schroeder wird interviewt von Herrn Jänke
Foto: Th.Blöck

Interviewer:
Hallo Herr Schroeder! Ich würde dir gerne heute ein paar Fragen zu deinem Projekt stellen:
Warum baust du dieses Schiff? Weiterlesen →Schiffbau