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Erzähl mir mal was – Eckhard Schwarzenberger

Die Woche der seelischen Gesundheit rückt näher und im Zentrum AktionsRaum dauern die Vorbereitungen für den 18. Oktober noch an. Vieles aber ist auch schon geschafft. Vorab zur Ausstellung haben wir Eckhard Schwarzenberger (organisatorische Leitung und Kurator) einige Fragen gestellt und interessante Antworten erhalten. Lesen Sie heute von starken Geschichten, vom innerlichen Mitschwingen und von Räumen, die Sie einladen, etwas zu erfahren.

Eckhard, die Ausstellung lädt ein unter dem Titel: Erzähl mir mal was – Resonanzserfahrungen im Zentrum AktionsRaum. Was darf man sich darunter vorstellen?

Wir bilden unsere Identität indem wir unser Leben als Geschichte erzählen. Diese Erzählung muss zuallererst uns selbst überzeugen. Wir bringen darin die Ereignisse unseres Lebens in einen sinnvollen Zusammenhang. Ob sie immer mit historischen Fakten übereinstimmt ist dabei zweitrangig. Denn unsere Erinnerung arbeitet konstruktiv. Es geht eher darum, welche Bedeutung wir den Ereignissen und Erfahrungen geben.
Was für Individuen gilt kann auch auf Institutionen und Organisationen übertragen werden. Starke Geschichten machen starke Identitäten. Wir glauben, dass das Zentrum AktionsRaum in seiner jungen Geschichte schon eine starke Erzählung entwickelt hat. Diese wollen wir in der Ausstellung der Öffentlichkeit vorstellen.

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Ich sehe was, was du nicht siehst

Ihre Wirklichkeit ist eine andere als meine Wirklichkeit. Wir können zur selben Zeit, dasselbe betrachten und würden es doch verschieden erfahren und unterschiedlich beschreiben. Die Künstlerin Milla Swann, seit Kurzem im Zentrum AktionsRaum aktiv, lerne ich als einen sehr achtsamen Menschen kennen. Sensibel und überlegt sind ihre Worte, das fällt mir bereits im ersten Gespräch auf. Ihre Kunst erlebe ich, als wären Ebenen der Wahrnehmung übereinandergelegt.

Milla Swann beantwortet hier die Frage nach ihrem Künstlernamen und gewährt uns persönliche Einblicke in die Entstehungsgeschichte eines ihrer Werke.

Wie kamen Sie zu dem Namen „Milla Swann“ und seit wann benutzen Sie diesen Namen?
Ich brauchte eine „Fake“ Emailadresse und als ich nach einem Namen suchte, war Milla Swann plötzlich in meinem Kopf als wäre der Name schon immer da gewesen. Als ich mich 2016 für die Fotografie und meine Website (https://www.milla-swann.com) entschieden habe, wählte ich diesen Namen als Künstlernamen. Swan ist der englische Begriff für Schwan. Laut einer irischen Legende ist er der Begleiter der Seele ins sogenannte „Himmelreich“. Da sich in meiner Weltauffassung im Leben alles um die Seele und ihren Erfahrungen dreht, kann ich mich mit diesem Namen identifizieren. Weiterlesen →Ich sehe was, was du nicht siehst

Künstlerische Gruppenarbeit

An einem Mittwoch im März 2018 haben wir im Kunstatelier des Aktionsraums, wie fast jeden Mittwoch, wieder eine Gemeinschaftsübung gemacht, die Herr Schwarzenberger, unser Kunsttherapeut, anleitete.
Durch diese Übungen entstehen interessante Dinge und wir haben die Möglichkeit viel Neues dazuzulernen, wie Techniken, Materialien und Vorgehensweisen. Wir wussten noch nicht was auf uns zukommt. Die Vorbereitungen bestanden darin, schwarze Acrylfarbe und große Pinsel bereitzustellen. An die Wand wurde ein etwa 1m x 1,40m großes Blatt Papier befestigt.
Wir saßen im Halbkreis vor dem noch weißen Papier und sollten nun beginnen, nacheinander zusammenhängende Formen, beliebiger Art, auf das Blatt zu malen. Nach jeder Form sollte der Platz und somit auch die Sicht auf das Entstehende gewechselt werden. Weiterlesen →Künstlerische Gruppenarbeit