Nachtrag : „Meine eigenen Wohnungen“ und „Kreuz, Kreis und Ecke“

Ich möchte nun zu meinen bisherigen Beiträgen einen aktuellen Nachtrag vorstellen – wie ich inzwischen über die Burg denke und wie ich in meiner eigenen Wohnung angekommen bin:

Immer wenn ich kiffe, wird das Thema „Doppelkreuzritterburg“ sehr stark und intensiv. Das kommt mir natürlich sehr verdächtig vor und deswegen habe ich das Kiffen so gut wie es ging, gemieden. Ich hatte vor Jahren eine Suchttherapie im Therapieladen erfolgreich beendet und habe drei Jahre gar nicht gekifft, allerdings einen Rückfall gebaut und dann anderthalb Jahre wieder nichts genommen. Rückfälle hatte ich öfter und sogar die Therapie erneut beantragt. Ich mache aber die Therapie trotzdem nicht noch einmal, weil ich der Meinung bin, dass ich sie schon erfolgreich beendet habe und ja weiß, dass ich nicht mehr kiffen sollte und im Therapieladen gelernt habe, dass nicht gekifft wird.

Dass Berlin eine Burg in der Brandenburg ist, denke ich zwar irgendwie immer noch aber den Gedanken, dass ich telepathische Kräfte hätte, obwohl ich weiß, dass das gar nicht funktioniert, was ich da denke, habe ich fast überhaupt nicht mehr. Darüber freue ich mich natürlich sehr und möchte auch deswegen nicht mehr kiffen, weil es sonst wieder intensiver wird. Ich fühle mich zurzeit sehr stabil und nehme weiter gerne die hohe Dosis Risperidon (4mg morgens und 4mg abends), weil es irgendwie jeden Tag besser wird. Weiterlesen →Nachtrag : „Meine eigenen Wohnungen“ und „Kreuz, Kreis und Ecke“

Das Leben des Kevin

Ich wurde im Lazarett in Ueckermünde am 28.Juni 1988 geboren. Nach drei Jahren Leben wurde ich Westdeutscher.

Bis zu meinem 11. Lebensjahr lebte ich dann in einem Haus an der Küste. Danach schieden meine Eltern sich und ich zog zu meinem Vater nach Berlin.

Schon in jungen Jahren begann ich Soldat werden zu wollen, was aber in meinem 13. Lebensjahr durch einen Fahrradunfall unmöglich gemacht wurde.

Ich fuhr Fahrrad auf einem der Berge im Volkspark Friedrichshain, als vor mir ein Abgrund von ca. 1 Meter und 40 Zentimeter Tiefe das Ende der Fahrt bedeutete. Ich fiel diese runter und landete mit meinem Kopf auf Kopfsteinpflaster. Das hatte einen multiplen Schädelbasisbruch, ein schweres Schädelhirntrauma und 3 Wochen künstliches Koma zur Folge. Seit dem bin ich schwerbehindert.

Mit siebzehn wurde es mir einfach zu viel, dass mein Vater meine Behinderung permanent ignorierte und keine Rücksicht auf mich nahm. Daraufhin begab ich mich freiwillig in die Obdachlosigkeit. Weiterlesen →Das Leben des Kevin

Januar, eine Zeit für Zukunftsvisionen

GlasgangDas neue Jahr hat begonnen und wir nehmen uns immer für die Zukunft so viel vor.
Der eine will noch ein paar Kilos abnehmen, der andere endlich den Führerschein machen, will sich einen Hund anschaffen. Manche wollen sparsamer leben, die anderen endlich ein Fitnessstudio besuchen.

Am Anfang des neues Jahres nimmt man sich so viel vor.

Ich denke, jeder von uns sollte überlegen, was er besser machen kann als im Vorjahr.
Die Chancen für Veränderungen sollten aber realistisch eingeschätzt werden.
Wir Menschen brauchen Veränderungen für ein gesundes Leben.

Was mir bei meinem Vorhaben hilft, ist, die Zukunftspläne aufzuschreiben und sie mir einmal die Woche vorzulesen.
Dann kann ich sehen, was ich eingehalten habe und was nicht so gut geklappt hat.
Notizen aus Papier oder Smartphone sind stumme Zeugen unserer unmittelbaren Absichten.
Natürlich braucht es auch ein Maß an Selbstdisziplin die Veränderungen durchzuführen.
Was mir hilft: eine Neujahrslebensinventur
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Seelisch herausgefordert

Fast jeder nennt es psychisch krank.
Was soll das bedeuten, psychisch krank?
Ist man krank, weil man anders ist?

Nein.

Ist man krank, weil man sich öfter als andere Menschen selbst im Wege steht.
Überzeugt mich nicht.
Probleme sind dazu da, um gelöst zu werden, genau wie Herausforderungen dazu da sind, um an Ihnen zu wachsen.
Das Leben fordert sensible Menschen eben oft mehr heraus, als andere.
Wirklich mehr…?

Anders ist das Stichwort.