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Zeit richtig planen

Unsere Zeit ist unser Kapital, deshalb müssen wir sie richtig planen. Ich mache mir immer jeden Samstagabend Pläne für die Woche. Ich habe einen dicken Terminplaner, wo ich meine Termine und Vorhaben notiere. Außer einem Wochenplan ist es mir sehr wichtig, eine Tagesstruktur zu haben. Ich habe meine Rituale entwickelt, die mir helfen ein angenehmes und gutes Leben zu führen.

Foto: ©Köhler

Morgens um 9 Uhr eine halbe Stunde frühstücken, dann waschen und anziehen. Ich liebe es verplant zu sein, denn danach abends habe ich das Gefühl, als ob mein Leben einen Sinn hat.
Nächster Punkt: Ordnung im Leben schaffen. 2 Mal die Woche wird bei mir geputzt und ich habe mich daran gewöhnt, dass alles seinen Platz hat. Weiterlesen →Zeit richtig planen

Das Leben des Kevin

Ich wurde im Lazarett in Ueckermünde am 28.Juni 1988 geboren. Nach drei Jahren Leben wurde ich Westdeutscher.

Bis zu meinem 11. Lebensjahr lebte ich dann in einem Haus an der Küste. Danach schieden meine Eltern sich und ich zog zu meinem Vater nach Berlin.

Schon in jungen Jahren begann ich Soldat werden zu wollen, was aber in meinem 13. Lebensjahr durch einen Fahrradunfall unmöglich gemacht wurde.

Ich fuhr Fahrrad auf einem der Berge im Volkspark Friedrichshain, als vor mir ein Abgrund von ca. 1 Meter und 40 Zentimeter Tiefe das Ende der Fahrt bedeutete. Ich fiel diese runter und landete mit meinem Kopf auf Kopfsteinpflaster. Das hatte einen multiplen Schädelbasisbruch, ein schweres Schädelhirntrauma und 3 Wochen künstliches Koma zur Folge. Seit dem bin ich schwerbehindert.

Mit siebzehn wurde es mir einfach zu viel, dass mein Vater meine Behinderung permanent ignorierte und keine Rücksicht auf mich nahm. Daraufhin begab ich mich freiwillig in die Obdachlosigkeit. Weiterlesen →Das Leben des Kevin

Was bedeutet für mich die Arbeit bei Via

Ich habe jeden Tag, wenn ich im Aktionsraum bin, eine Tagesaufgabe.

Vielfalt

Kann mich austauschen
Kann was lernen

In den Pausen kann man sich unterhalten und Kaffee trinken
Die Vielfalt der Menschen schafft die Atmosphäre bei Via
Man wird kompetent und konkret beraten und unterstützt

Treffpunkt für Gleichgesinnte

rosenwasser

Mein Leben bei VIA

Ich lebe bei Via seit einem Jahr und 10 Monaten. Am Anfang war es schwer für mich, mich daran zu gewöhnen von so vielen psychisch Kranken umgeben zu sein.  Aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Mit meiner Mitbewohnerin habe ich mich gut eingelebt und inzwischen sind wir sogar befreundet. Da wir beide ruhig und freundlich zu anderen sind, ging das leicht, zweimal die Woche treffe ich mich mit meiner Betreuerin  von Via und wir reden oder gehen spazieren oder Kaffee trinken. Das Verhältnis ist auch fast freundschaftlich. Außerdem gibt es auch die Via Werkstätten wo ich dreimal die Woche für 3 Stunden tätig bin. Wenn ich von der Arbeit um 17 Uhr nach Hause komme, wartet meine Mitbewohnerin schon. Wir rauchen zusammen eine Zigarette und reden über den Tag. Dann bleibt noch Zeit für den Einkauf und Abendbrot. Zum Glück sind wir beide keine Nachtmenschen, also klappt das Zusammenleben gut. Spätestens um 22 Uhr gehen wir schlafen.  Am Wochenende bleibt Zeit für die Familie und Entspannung. Ich fühle mich bei Via gut aufgehoben, hoffe aber in 5 Jahren spätestens auf eine eigene Wohnung so wie früher. Bis dahin möchte ich noch Geld sparen.

gez. rosenwasser