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Eckhard, erzähl mir mehr – Teil II des Interviews

In wenigen Tagen wird das VIA Zentrum AktionsRaum zu einem offenen Erfahrungsraum. Lesen Sie im zweiten Teil des Interviews mit Eckhard Schwarzenberger wie die Idee zur Ausstellung entstand, warum es bei einem solchen Projekt auf gute Teamarbeit ankommt, lesen sie außerdem von besonders berührenden Momenten und werden Sie neugierig auf die Erfahrung des kontrollierten Kontrollverlustes.

Wie kam die Idee des Konzepts zustande?

Das Konzept entwickelte sich aus einer Ideenfindung, die wir gemeinsam als Team des Zentrums AktionsRaum während einer Sitzung hatten. Es war eines der seltenen Momente, in der ein Team in eine Erfahrung kommt, die am besten mit den Begriffen Flow oder eben Resonanzerfahrung beschrieben werden können. Marie-Louise Herrmann hat das ganz schön im Katalog, der zur Ausstellung erscheint, beschrieben. Diese damals geborene Idee nach und nach zu einem Konzept weiterzuentwickeln und in konkrete Rauminstallationen, eine künstlerische Gestaltung zu überführen war dann meine Aufgabe. Ich konnte dabei vor allem auf Klient*innen aus dem Aktionsfeld Foto und Digitales Design bauen. Denn die Interviews, Filme und Tonaufnahmen wurde alle hier gefertigt. Zudem haben wir mit Luisa Wein, Maria Schwarzenberger, Amine Bedia und Karsten Giertz ein wunderbares Team gebildet, dass das Ganze nun realisiert. Und die anderen Kolleg*innen vom Zentrum AktionsRaum halten uns dafür den Rücken frei, eine ganz ausgezeichnete Zusammenarbeit.

Wie lange haben die Vorbereitungen zu der multimedialen Installation gedauert? Weiterlesen →Eckhard, erzähl mir mehr – Teil II des Interviews

Erzähl mir mal was – Eckhard Schwarzenberger

Die Woche der seelischen Gesundheit rückt näher und im Zentrum AktionsRaum dauern die Vorbereitungen für den 18. Oktober noch an. Vieles aber ist auch schon geschafft. Vorab zur Ausstellung haben wir Eckhard Schwarzenberger (organisatorische Leitung und Kurator) einige Fragen gestellt und interessante Antworten erhalten. Lesen Sie heute von starken Geschichten, vom innerlichen Mitschwingen und von Räumen, die Sie einladen, etwas zu erfahren.

Eckhard, die Ausstellung lädt ein unter dem Titel: Erzähl mir mal was – Resonanzserfahrungen im Zentrum AktionsRaum. Was darf man sich darunter vorstellen?

Wir bilden unsere Identität indem wir unser Leben als Geschichte erzählen. Diese Erzählung muss zuallererst uns selbst überzeugen. Wir bringen darin die Ereignisse unseres Lebens in einen sinnvollen Zusammenhang. Ob sie immer mit historischen Fakten übereinstimmt ist dabei zweitrangig. Denn unsere Erinnerung arbeitet konstruktiv. Es geht eher darum, welche Bedeutung wir den Ereignissen und Erfahrungen geben.
Was für Individuen gilt kann auch auf Institutionen und Organisationen übertragen werden. Starke Geschichten machen starke Identitäten. Wir glauben, dass das Zentrum AktionsRaum in seiner jungen Geschichte schon eine starke Erzählung entwickelt hat. Diese wollen wir in der Ausstellung der Öffentlichkeit vorstellen.

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Ich sehe was, was du nicht siehst

Ihre Wirklichkeit ist eine andere als meine Wirklichkeit. Wir können zur selben Zeit, dasselbe betrachten und würden es doch verschieden erfahren und unterschiedlich beschreiben. Die Künstlerin Milla Swann, seit Kurzem im Zentrum AktionsRaum aktiv, lerne ich als einen sehr achtsamen Menschen kennen. Sensibel und überlegt sind ihre Worte, das fällt mir bereits im ersten Gespräch auf. Ihre Kunst erlebe ich, als wären Ebenen der Wahrnehmung übereinandergelegt.

Milla Swann beantwortet hier die Frage nach ihrem Künstlernamen und gewährt uns persönliche Einblicke in die Entstehungsgeschichte eines ihrer Werke.

Wie kamen Sie zu dem Namen „Milla Swann“ und seit wann benutzen Sie diesen Namen?
Ich brauchte eine „Fake“ Emailadresse und als ich nach einem Namen suchte, war Milla Swann plötzlich in meinem Kopf als wäre der Name schon immer da gewesen. Als ich mich 2016 für die Fotografie und meine Website (https://www.milla-swann.com) entschieden habe, wählte ich diesen Namen als Künstlernamen. Swan ist der englische Begriff für Schwan. Laut einer irischen Legende ist er der Begleiter der Seele ins sogenannte „Himmelreich“. Da sich in meiner Weltauffassung im Leben alles um die Seele und ihren Erfahrungen dreht, kann ich mich mit diesem Namen identifizieren. Weiterlesen →Ich sehe was, was du nicht siehst

„Jeder Mensch ist KREATIV und kann KÜNSTLER sein, …

…wenn er die ständige KONFRONTATION mit dem eigenen ICH riskiert.“ (Gwendrix)

Gwendrix ist eine aktive Künstlerin im Atelier im VIA Zentrum AktionsRaum. „Die ständige Konfrontation“ wie die Künstlerin es selbst einmal sagte, „mit dem eigenen Ich“, mag ihre kreative Quelle sein, aus der sie schöpft und schöpft und schöpft. Wer ihre Bilder kennt, kennt die Vielfalt ihrer gestalterischen Arbeit. Wer ihre Bilder noch nicht kennt, bekommt hier die Gelegenheit ausgewählte Werke zu betrachten. Weiterlesen →„Jeder Mensch ist KREATIV und kann KÜNSTLER sein, …

Eine großartige Premiere des Theaterensembles VIAduct

Nach einjähriger Eigenproduktion präsentierte die Theatergruppe VIAduct am Freitagabend zum ersten Mal sein Stück ZURÜCK ZUM BETON

Zur gestrigen Erstaufführung war der Zuschauerraum des Theaterforums Kreuzberg bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt. Es knisterte eine angenehme Premierenspannung in der Luft.

Was ist eigentlich los zwischen Mensch und Natur? Kaum ist man weg vom Beton und im Grünen,will man auch schon wieder zurück zum Beton. Ist man dort angekommen, grauts einem vor grauer Stadttristesse. Was spricht FÜR und was GEGEN das Land- oder das Stadtleben? Der Mensch lebt und nimmt sich ungefragt Lebensraum. Was aber wenn die NATUR das gar nicht möchte?  Besteht zwischen Mensch und Natur eine Art Zweckgemeinschaft, eine Symbiose oder gar eine parasitäre Beziehung?

Findet es heraus und besucht eine der nächsten Vorstellungen!

Wann?
Am 7. September um 19:30 Uhr war Premiere, weitere Aufführungen am 8.9. um 19:30 Uhr und am 9.9. um 16:00 Uhr. Weiterlesen →Eine großartige Premiere des Theaterensembles VIAduct

SA Gefängnis Gedenkort Papestraße

Das ehemalige Gefängnis der Sturm Abteilung (SA), welches im Winter 1947/1948 als Wärmestube diente, wurde am 07. April 2011 als Gedenkstätte umfunktioniert. Im Keller des Hauses versuchte ich gerade mir eine Vorstellung des Grauens des Ortes zu machen, als mich die original nachgesprochene Tonaufnahme eines ehemaligen Häftlings, scheinbar völlig aus dem Nichts kommend, erschreckte. Der ehemalige Insasse berichtete auf der Tonspur von seinem Leben in der Gefangenschaft. Als ich den Lautsprecher entdeckte, hörte ich zu und die Grausamkeiten dieses Ortes wurden für mich plötzlich viel eindringlicher und bedrohlich.

Bilder und Text  erarbeitet und arrangiert von Kevin Heider.

Hier findet ihr die Homepage des Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße