Brief an den Bruder

+++ Ein Hinweis für alle Leser*innen: +++
Der folgende Text berichtet über traumatische Erfahrungen und kann triggern

 

Na Bruderherz,

weiß gar nicht was und wieso ich dir schreiben sollte…?
Aber ich mache es trotzdem.
Vielleicht geht es dir ja ein wenig schlecht, so wie es mir ständig geht.
Ich mach ja gerade ’ne Therapie, wegen meiner Ängste und so…weißt schon.
Mich quälen alte Erinnerungen.
Ich habe ständig und immer wieder die Sequenzen im Kopf, was du so alles mit mir angestellt hast.
Ich spule die Jahre zurück bis an die Punkte, in denen du mich gequält hast.
Nichts ist mir verloren gegangen…Danke.
Ich sehe den Müll aus zwei Perspektiven.
Einmal aus der Sicht von mir und dann als Zuschauer…besser gesagt, es springt, ganz schnell, so als würde es fast gleichzeitig sein.
Eine Rundum-Ansicht. Weiterlesen →Brief an den Bruder

Kurzgedichte von Gwendrix

Das Fest ist da
Die Menschen rennen
Bald ist alles vorbei
Im Hintergrund Musik
Kunst macht Freude
Ich bin da
weg heider 2
Foto: Kevin Heider
Ein Bild an der Wand
Gedanke der fließt
Farben im Kopf
Bin nicht allein
Kann immer raus
Freunde helfen

Gwendrix

Was erleben wir auf unserem Arbeitsweg, wenn wir unsere Wahrnehmungskanäle öffnen?

… so in etwa war unsere „Hausaufgabe“; und hier unsere gesammelten Werke in Bild und Wort:

Arbeitsweg mit Musik

Ich kam heute früh wieder aus der Tür meines Hauses und erfreute meine Lunge mit der frischen Stadtluft. Die im Vergleich zur trockenen Heizungsluft meines Zimmers trotz der Kälte, wie eine Sommerbrise bei mir ankam. Dann machte ich mich auf den Dreiminutenweg von meiner Haustür zum S-Bahnhof. Vor der ersten Ecke hatte ich mir schon meine Sonykopfhörer über den Kopf gestülpt und damit meine Realitätswahrnehmung stark eingeschränkt, weil ich nur noch bassreiche Technomusik höre. Der Rest des Weges war für mich deswegen wie eine Halluzination, die an mir vorbeizieht bis zum Supermarkt am Südkreuz. Dort kaufte ich mir ein Getränk und nahm aus Höflichkeit der Kassiererin gegenüber, meine Kopfhörer kurz ab. Daraufhin ging ich wieder über den Bahnhof und dann zur Werkstatt.

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Anagramm der Ahnungslosigkeit

Zu sehen ist ein Bild, welches mi ´t Adobe Photoshop erstellt wurde. Auf schwarzem Hintergrund wirbeln sich rote und weiße Linien. Es sieht aus wie Gekritzelt, ein Chaos aus diesen drei Farben, schwarz, weiß, rot.
© VIA Blog-Redaktion

Auf der Zinne stehe ich und frage mich:
Warum nur ich?
Warum es alles mir passiert, warum es alles hier passiert.
Mich friert es schon bei dem Gedanken
An die imaginären Schranken
Unserer aller Wahrnehmung
Und ebendrum sitz ich nun hier
Und ritze, kritzle aufs Papier.
Freue mich des Lebens Wendung
Mein Bewusstsein voll auf Sendung,
eine Endung seh ich nicht. Weiterlesen →Anagramm der Ahnungslosigkeit

Der Sommer

Es ist soweit!
Wir haben wieder Sommer.
Die Sonne steht hoch am Himmel
und erfreut Klein und Groß mit ihren lieblichen Strahlen.
Es gibt überall eine Fülle an Erdbeeren, Kirschen, Blaubeeren, Pfirsichen, Melonen und anderem.
Ein lichtüberflutetes Bild mit einem Regenbogen
Die Leute auf den Straßen zeigen mehr Körper
und die Eisdielen sind übervoll.
Am Abend treffen sich Freunde in Biergärten oder Kneipen.
Überall fröhliche Menschen, die Coca Cola trinken.

In den Parks liegen viele Sonnenanbeter und nutzen die kostenlosen Sonnenstrahlen.
Man sieht auch viele junge Mütter mit ihren Kinderwägen.
Die Natur grünt und die Bäume geben Schatten.
Es gibt jetzt nichts Schöneres als ein Picknick am See. Weiterlesen →Der Sommer

Vor dem Neustart

Alles, was mich bewegt oder unbewegt lässt, sucht sich Platz. Sucht und kratzt. Sucht innen und außen, klopft und tropft, dringt hindurch. Und ich muss gar nichts tun, denke ich. Also tue ich nichts. Bin bewegt und irgendwie auch unbewegt, bin da und atme – vor dem Neustart die Luft.

sk

Liebe transluzent

Dein Seelenhauch, er ist durch Worte nicht zu fassen
Aber nichtsdestonimmer will ich den Versuch nicht lassen.
In diesem Augenblick…als ich Dich zum ersten Mal geschaut, warst du einem Engel gleich
Und schöner noch als tausend Blütenblätter.
Einen Turm aus feinstem Blütenstaub, den will ich türmen
Und auch tausend Stürme sollen Ihn nicht rauben.
Nur die feinsten Gaben will ich für dich klauben
Und selbst wenn dann alles rund um uns in Staub und Lärm vergeht,
Verlier ich niemals unseren Glauben.
Auch wenn die große Illusion der Wind verweht.

© Steven Auth, 09.05.2015, 11:12, Berlin