Was erleben wir auf unserem Arbeitsweg, wenn wir unsere Wahrnehmungskanäle öffnen?

… so in etwa war unsere „Hausaufgabe“; und hier unsere gesammelten Werke in Bild und Wort:

Arbeitsweg mit Musik

Ich kam heute früh wieder aus der Tür meines Hauses und erfreute meine Lunge mit der frischen Stadtluft. Die im Vergleich zur trockenen Heizungsluft meines Zimmers trotz der Kälte, wie eine Sommerbrise bei mir ankam. Dann machte ich mich auf den Dreiminutenweg von meiner Haustür zum S-Bahnhof. Vor der ersten Ecke hatte ich mir schon meine Sonykopfhörer über den Kopf gestülpt und damit meine Realitätswahrnehmung stark eingeschränkt, weil ich nur noch bassreiche Technomusik höre. Der Rest des Weges war für mich deswegen wie eine Halluzination, die an mir vorbeizieht bis zum Supermarkt am Südkreuz. Dort kaufte ich mir ein Getränk und nahm aus Höflichkeit der Kassiererin gegenüber, meine Kopfhörer kurz ab. Daraufhin ging ich wieder über den Bahnhof und dann zur Werkstatt.

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Anagramm der Ahnungslosigkeit

Zu sehen ist ein Bild, welches mi ´t Adobe Photoshop erstellt wurde. Auf schwarzem Hintergrund wirbeln sich rote und weiße Linien. Es sieht aus wie Gekritzelt, ein Chaos aus diesen drei Farben, schwarz, weiß, rot.
© VIA Blog-Redaktion

Auf der Zinne stehe ich und frage mich:
Warum nur ich?
Warum es alles mir passiert, warum es alles hier passiert.
Mich friert es schon bei dem Gedanken
An die imaginären Schranken
Unserer aller Wahrnehmung
Und ebendrum sitz ich nun hier
Und ritze, kritzle aufs Papier.
Freue mich des Lebens Wendung
Mein Bewusstsein voll auf Sendung,
eine Endung seh ich nicht. Weiterlesen →Anagramm der Ahnungslosigkeit

Der Sommer

Es ist soweit!
Wir haben wieder Sommer.
Die Sonne steht hoch am Himmel
und erfreut Klein und Groß mit ihren lieblichen Strahlen.
Es gibt überall eine Fülle an Erdbeeren, Kirschen, Blaubeeren, Pfirsichen, Melonen und anderem.
Ein lichtüberflutetes Bild mit einem Regenbogen
Die Leute auf den Straßen zeigen mehr Körper
und die Eisdielen sind übervoll.
Am Abend treffen sich Freunde in Biergärten oder Kneipen.
Überall fröhliche Menschen, die Coca Cola trinken.

In den Parks liegen viele Sonnenanbeter und nutzen die kostenlosen Sonnenstrahlen.
Man sieht auch viele junge Mütter mit ihren Kinderwägen.
Die Natur grünt und die Bäume geben Schatten.
Es gibt jetzt nichts Schöneres als ein Picknick am See. Weiterlesen →Der Sommer

Vor dem Neustart

Alles, was mich bewegt oder unbewegt lässt, sucht sich Platz. Sucht und kratzt. Sucht innen und außen, klopft und tropft, dringt hindurch. Und ich muss gar nichts tun, denke ich. Also tue ich nichts. Bin bewegt und irgendwie auch unbewegt, bin da und atme – vor dem Neustart die Luft.

sk

Liebe transluzent

Dein Seelenhauch, er ist durch Worte nicht zu fassen
Aber nichtsdestonimmer will ich den Versuch nicht lassen.
In diesem Augenblick…als ich Dich zum ersten Mal geschaut, warst du einem Engel gleich
Und schöner noch als tausend Blütenblätter.
Einen Turm aus feinstem Blütenstaub, den will ich türmen
Und auch tausend Stürme sollen Ihn nicht rauben.
Nur die feinsten Gaben will ich für dich klauben
Und selbst wenn dann alles rund um uns in Staub und Lärm vergeht,
Verlier ich niemals unseren Glauben.
Auch wenn die große Illusion der Wind verweht.

© Steven Auth, 09.05.2015, 11:12, Berlin

Nachtdenken

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Ich liege in meinem Apartment und starre an die Decke. Mein Apartment befindet sich im 523ten Stock in einer der Wohneinheiten im Distrikt 412 der Stadt. Eigentlich könnte ich mich ziemlich glücklich schätzen. Es ist ein Luxusapartment und verfügt damit sogar über einen eigenen Körperwaschautomaten und eine Fäkalienumwandlungseinrichtung, die ich mir mit niemandem teilen muss, so wie die armen Schweine ab dem 400ten. An die unteren 200 Stockwerke nahe der Oberfläche wage ich gar nicht erst zu denken.

Mein Leben spielt sich zum Glück weit oberhalb der kargen Oberfläche von Planet 4 ab. Ich arbeite in einer der zahlreichen, schwebenden Gasfarmen in der Nähe der äußeren Hülle der Atmosphäre von Planet 4. Mein Job ist es, mit meinem Team dafür zu sorgen, dass der Gasverlust der Atmosphäre durch unseren Abbau nicht zu deren langfristiger Destabilisierung führt. An und für sich ein leichter Job, da er im Wesentlichen darin besteht, die Tätigkeit der Umschichtungsroboter zu überwachen und diese gegebenenfalls zu warten. Die wenigsten Arbeiten, die auf Planet 4 und auf anderen Planeten der interstellaren Erdunion anfallen, werden noch ausschließlich von Menschen verrichtet. Meist sind wir nur bessere Handlanger der Maschinen, ohne die diese ihre Arbeit allerdings auf Dauer nicht verrichten könnten. Ich wollte nie Gasfarmer werden. Trotzdem…

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Sweet Dezember

Es wintert.
Schnee fällt und es ist kalt.
Der Winter ist da.
Menschen in warmen Mänteln mit Schals und Mützen
mühen sich ab durch die kalte Jahreszeit.

Es riecht nach Glühwein und Zimt.
Die Obdachlosen trinken heißen Kaffee.

Die Tage dauern kurz und Nächte werden von Frost beherrscht.
Zuhause in der Wärme ist es kuschelig und gemütlich.

Man schläft tiefer. Weiterlesen →Sweet Dezember