Was erleben wir auf unserem Arbeitsweg, wenn wir unsere Wahrnehmungskanäle öffnen?

… so in etwa war unsere „Hausaufgabe“; und hier unsere gesammelten Werke in Bild und Wort:

Arbeitsweg mit Musik

Ich kam heute früh wieder aus der Tür meines Hauses und erfreute meine Lunge mit der frischen Stadtluft. Die im Vergleich zur trockenen Heizungsluft meines Zimmers trotz der Kälte, wie eine Sommerbrise bei mir ankam. Dann machte ich mich auf den Dreiminutenweg von meiner Haustür zum S-Bahnhof. Vor der ersten Ecke hatte ich mir schon meine Sonykopfhörer über den Kopf gestülpt und damit meine Realitätswahrnehmung stark eingeschränkt, weil ich nur noch bassreiche Technomusik höre. Der Rest des Weges war für mich deswegen wie eine Halluzination, die an mir vorbeizieht bis zum Supermarkt am Südkreuz. Dort kaufte ich mir ein Getränk und nahm aus Höflichkeit der Kassiererin gegenüber, meine Kopfhörer kurz ab. Daraufhin ging ich wieder über den Bahnhof und dann zur Werkstatt.

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Ich sehe was, was du nicht siehst

Ihre Wirklichkeit ist eine andere als meine Wirklichkeit. Wir können zur selben Zeit, dasselbe betrachten und würden es doch verschieden erfahren und unterschiedlich beschreiben. Die Künstlerin Milla Swann, seit Kurzem im Zentrum AktionsRaum aktiv, lerne ich als einen sehr achtsamen Menschen kennen. Sensibel und überlegt sind ihre Worte, das fällt mir bereits im ersten Gespräch auf. Ihre Kunst erlebe ich, als wären Ebenen der Wahrnehmung übereinandergelegt.

Milla Swann beantwortet hier die Frage nach ihrem Künstlernamen und gewährt uns persönliche Einblicke in die Entstehungsgeschichte eines ihrer Werke.

Wie kamen Sie zu dem Namen „Milla Swann“ und seit wann benutzen Sie diesen Namen?
Ich brauchte eine „Fake“ Emailadresse und als ich nach einem Namen suchte, war Milla Swann plötzlich in meinem Kopf als wäre der Name schon immer da gewesen. Als ich mich 2016 für die Fotografie und meine Website (https://www.milla-swann.com) entschieden habe, wählte ich diesen Namen als Künstlernamen. Swan ist der englische Begriff für Schwan. Laut einer irischen Legende ist er der Begleiter der Seele ins sogenannte „Himmelreich“. Da sich in meiner Weltauffassung im Leben alles um die Seele und ihren Erfahrungen dreht, kann ich mich mit diesem Namen identifizieren. Weiterlesen →Ich sehe was, was du nicht siehst

SA Gefängnis Gedenkort Papestraße

Das ehemalige Gefängnis der Sturm Abteilung (SA), welches im Winter 1947/1948 als Wärmestube diente, wurde am 07. April 2011 als Gedenkstätte umfunktioniert. Im Keller des Hauses versuchte ich gerade mir eine Vorstellung des Grauens des Ortes zu machen, als mich die original nachgesprochene Tonaufnahme eines ehemaligen Häftlings, scheinbar völlig aus dem Nichts kommend, erschreckte. Der ehemalige Insasse berichtete auf der Tonspur von seinem Leben in der Gefangenschaft. Als ich den Lautsprecher entdeckte, hörte ich zu und die Grausamkeiten dieses Ortes wurden für mich plötzlich viel eindringlicher und bedrohlich.

Bilder und Text  erarbeitet und arrangiert von Kevin Heider.

Hier findet ihr die Homepage des Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße

Schwerbelastungskörper / Naziklotz

 

Das Bauwerk auf den gezeigten Bildern steht in der Nähe des Bahnhofs Berlin/Südkreuz. Es handelt sich bei dem Objekt um einen riesigen Betonzylinder, der zur Zeit des Nationalsozialismus aufgestellt wurde, um den Boden auf seine Belastbarkeit zu testen. Die Idee des ganzen geht auf Albert Speer, den Architekten Adolf Hitlers zurück. Das Gesamtgewicht entspricht 12000 Tonnen und war als Sockel für eine Autobahn (Nord Süd Achse) geplant. Weiterlesen →Schwerbelastungskörper / Naziklotz

Filmemacher im Zentrum AktionsRaum

Im Zentrum AktionsRaum bin ich bereits vielen kreativen Menschen begegnet. Mit beinah jeder Begegnung, dehnt sich meine persönliche Vorstellung sowie mein Verständnis von Kreativität aus. Kreativität bedeutet für mich eine Sicht auf und in diese Welt, auf und in diese Gesellschaft, eine Sicht auf sowie in die eigene Persönlichkeit zu haben. Kreativität bedeutet zudem für mich, diese individuelle Wahrnehmung wiederum sichtbar zu machen.

In dem Film „FACE 2“, mit welchem Amine Bedia „Winner of the Intel Virtual Film Festival“ wurde, zeigt der Filmemacher in eindringlichen Bildern eine Sicht auf und in diese Gesellschaft, Weiterlesen →Filmemacher im Zentrum AktionsRaum

Ein fotografischer Waldspaziergang

„Ich ging im Walde so für mich hin … „  Johann Wolfgang von Goethe (1813)

Ein im Walde so für sich Hingehen, war das Waldprojekt für die Klienten des AktionsFeldes Foto & Digitales Design nicht. Zielgerichtet wurde fotografiert und ausprobiert, was sich mit Licht und Schatten, Nadel und Laub, Himmel und Boden bildnerisch festhalten lässt. Aber es ist keine Fotografie von Gegensätzen sondern viel mehr ein Einfangen von Naturmomenten.

 

Der Wald kann Rückzugsort aber auch ein Ort zur Erholung und Entspannung sein. Weiterlesen →Ein fotografischer Waldspaziergang