Impressionen der Resonanzerfahrung (Fortsetzung)


17:00 Uhr

Vortrag 2. Durchlauf.resonanz__01
Inzwischen dämmert es draußen und das Licht bricht nun bläulich von außen durch die großen Fenster.
Ein Teil der Anleiter ist im Gang unterwegs, manche kamen erst verspätet an und hören sich den Vortrag nun an. Bekannte Leute, ehemalige Praktikanten, Fremde, Klienten sitzen, lauschen, laufen, trinken.


Ein Besucher streift durch den Gang und merkt die großen Fenster und Räume an. „Ist bestimmt schön hier – das Licht!“, „Ist bestimmt hell hier, nicht wahr?“

Ich, einen Blick in den Hof und die Dämmerung werfend „Ja – das ist hier sehr freundlich“


Mitklient: „Ah du schreibst hier alles auf“. „Was denn eigentlich?“
Ich: „ Gedanken, Beobachtungen, was mir gerade so auffällt.“
Mitklient: „ Ah, das ist toll – das ist gut. Das sollte ich auch so machen. Einfach mal so festhalten.“
lacht – „Das ist gut, das merke ich mir – fürs nächste Mal.“
Während ich das hier aufschreibe, ist er auch schon weggegangen. Was ich erst danach merkte.

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Gedankenkreise

Die Gedanken rasen durch meinen Kopf
Gefühle gehen durcheinander
Erschöpfung durch Wechsel aus Angst und Trauer
Verwirrung
Es ist nicht richtig, fühlt sich falsch an
Schäme mich, aber kann auch nicht alleine sein
Die Wege sind schwer, der Bus voll
Versuche mich zu konzentrieren, verstehe es aber trotzdem nicht
Bin müde, kann aber nicht schlafen
Alles ist neu und doch so gewohnt
Wünsche mir Frieden und Gelassenheit

Gwendrix

Niveauvolle, leichte Unterhaltung – Eine Buchrezension

Foto vom Buchcover "Henny Walden" rowohlt Verlag„Henny Walden Memoiren einer vergessenen Soubrette“ von Silke Schütze
erschienen im Rowohlt Verlag

Die Handlung des Buches spielt im Berlin der 30er Jahre.
Die Autorin hat die Briefe und Tagebucheintragungen von Henny Walden aus der Provinz sehr gelungen zusammengestellt und zu einem lesenswerten Buch verarbeitet.
Die Atmosphäre von Berlin in der Zeit nach dem ersten Weltkrieg und dem Künstlerleben in der lebendigen Stadt, wird sehr gut wiedergegeben. Es ist ein sehr wahrhaftiges Dokument über die damalige Zeit, das zu einem gelungenen Buch ausgearbeitet wurde.

Henny Walden, ein junges Mädchen aus kleinbürgerlichen Verhältnissen von Neuruppin, kommt nach Berlin um Lehrerin zu werden. Fasziniert von der lebendigen, modernen Stadt und inspiriert vom damaligen in Berlin sehr lebhaften und vielfältigen Künstlerleben, entscheidet sie sich gegen die Laufbahn als Lehrerin und beschließt, sehr zum Unwohl ihrer Familie, als Künstlerin Fuß zu fassen. Die Großstadt verändert schnell ihre Moralvorstellungen sowie ihr Auftreten. Weiterlesen →Niveauvolle, leichte Unterhaltung – Eine Buchrezension