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Hoch und Tief

Jahre um Jahre ziehen ins Land
Manchmal hast Du ’s in der Hand
Doch wenn sich Mauern vor Dir türmen
Kannst Du nicht mehr vorwärts stürmen

Dunkelheit versperrt die Sicht
Denkst ständig nur „Ich schaff´ das nicht“
Hilfe suchen fällt Dir schwer
Es sieht so aus als geht nichts mehr

Es kostet Kraft das Licht zu finden
Oft muss man dafür richtig schinden
Doch in Dir ist ’ne große Kraft
Die Helligkeit im Leben schafft

Ein jedes Tief geht mal vorbei
Die Seele fühlt sich wieder frei
Als Mensch kannst Du Dich wieder fühlen
Wie ein Kind das Leben spielen.

Gwendrix

Leben in seltsamen Zeiten II

vxfxdvdyAktionsräumler*innen berichten aus der Zuhause-Pause

Wie gehen Sie mit der aktuellen Situation um?

Langsam habe ich mich daran gewöhnt.  Zu Hause zu bleiben ist ein Schutz für mich… das war es auch schon früher.

Informieren sie sich über Corona?

Am Anfang ja, jetzt nicht mehr so. Ab und zu schaue ich Nachrichten.

Wie verbringen Sie Ihre Zeit?

Ich bin Selbstversorger, da hat sich nichts geändert. Ich gehe zweimal die Woche einkaufen. Eine Maske trage ich nicht. Ich achte darauf, mir die Hände gut zu waschen. Ansonsten lese ich viel und quizze, vor allem Kreuzworträtsel. Derzeit lese ich „Papillon“. Den Film kenne ich zwar schon aber das Buch gefällt mir besser.

Was fehlt Ihnen gerade?

Die Arbeit fehlt mir, weil die Struktur fehlt. Und ich ärgere mich, dass meine Familie sich nicht um mich kümmert. Ich habe drei Geschwister in der Stadt, zu denen ich seit 10 Jahren keinen Kontakt mehr habe. Ich hätte mir gewünscht, dass sie sich mal erkundigen, ob es mir gut geht. Die Arbeit fehlt mir auch deshalb. Denn da kann ich wenigstens für andere da sein.

Gibt es etwas aus dieser Zeit, dass auch für die Zukunft bleiben soll?

Der Mensch war zu arrogant. Er sollte daraus lernen, nicht so gierig zu sein und mehr an andere zu denken. Ein bisschen mehr Empathie wäre schön.

Leben in seltsamen Zeiten

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AktionsRäumler*innen berichten aus der Zuhause-Pause

Wie geht’s in der jetzigen Situation?

Mir geht’s ganz gut. Ich habe zwar Respekt vor dem Virus aber Angst habe ich nicht. Auch nicht vorm Tod. Ich möchte nicht wegen diesem blöden Virus sterben.

Informieren Sie sich über Corona?

Ein guter Kumpel von mir ist Arzt und schiebt mir Information zu. Außerdem höre ich natürlich viel Radio und gucke Fernsehen.

Wie verbringen Sie Ihre Tage zuhause?

Die Tätigkeit im AktionsRaum fehlt mir. Denn ich bin trotzdem jeden Tag um 6 Uhr wach, trinke dann einen Tee, rauche Zigaretten und höre oder sehe Nachrichten. Mittags esse ich eine Kleinigkeit, gehe Einkaufen oder informiere mich über die Virus-Lage, besonders in meiner Heimat. Ich nehme Kontakt zur Familie auf, möchte wissen, wie es ihnen geht. Ansonsten höre ich Musik oder gucke einen Film. Zuhause nur sitzen ist langweilig.

Was fehlt Ihnen gerade am meisten?

Ich möchte wieder in den AktionsRaum. Es  ist eine routinierte Arbeit, die mir Geld zum Leben gibt. Die Liebe fehlt mir auch, aber ich bin so schüchtern… sonst geht’s mir gut. Ich pass auf mich auf!

Gibt es durch die Corona-Situation auch positive  Aspekte?

Ein bisschen Erholung, ein bisschen mehr schlafen, ein bisschen mehr essen und ein bisschen mehr putzen… Ich fühle mich erholter.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ich hoffe, die Normalität kehrt zurück und dass keiner mehr Angst zu haben braucht, auf dass man wieder normal leben und arbeiten kann. Endlich tief durchatmen… und schön, dass es vorbei ist!

Ausstellung

IMG_5047Eine Künstlerin, die Assistenzleistungen der VIA Perspektiven in Anspruch nimmt stellt derzeit ihre aktuellen Werke im Sozialamt Treptow-Köpenick aus:

Endlich kann ich eine eigene Ausstellung machen.
Schon lange habe ich mich darauf gefreut.
Zu sehen derzeit im Amt für Soziales Treptow-Köpenick.
Weil es dort die Möglichkeit gibt, eigene Kunst zu zeigen und die Bilder in einem geschützten Raum aufhängen zu können, hat mich das Angebot interessiert.

Ausgestellt sind Malereien mit Kreiden, Bleistift, Kohle, Acryl- und Wasserfarben. Die Bilder zeigen etwas Sensibles, Bewegliches und Zerbrechliches. Edelsteine inspirieren mich und auch die Wirkung von den Grundfarben.

Die Kunstangebote im FreiRaum und im Zentrum AktionsRaum haben mich unterstützt, neue Bilder zu beginnen.

Danke für die Helfer, die dies ermöglichen.

Amt für Soziales Treptow-Köpenick
Hans-Schmidt-Straße 18, 12489 Berlin

DER LAUF & DER MARKT für seelische Gesundheit

Sportlich aktiv sein, gute Musik & über seelische Gesundheit und psychische Erkrankungen informieren: All das bieten DER LAUF & DER MARKT für seelische Gesundheit am 10. Oktober 2019 am Potsdamer Platz!

DER MARKT bietet einen einzigartigen Überblick über die Angebote im Bereich der psychosozialen Versorgung, zur seelischen Gesundheit sowie über Bewältigungsstrategien und Hilfsmöglichkeiten bei psychischen Erkrankungen oder Sucht. Mit dabei sind neben den VIA Perspektiven über 50 weitere psychosoziale Ausbildungs- und Weiterbildungsträger, Kliniken, Krisendienste, Selbsthilfevereine, Beratungsstellen, Stiftungen, Projekte, Kampagnen und Sportangebote. Hinzu kommen Lesungen, Ausstellungen, Drum Circle, gute Musik und kulinarische Angebote.

DER LAUF im Tilla-Durieux-Park am Potsdamer Platz findet zum ersten Mal als Demonstration statt. Gemeinsam soll hier ein Zeichen gesetzt werden: „Für seelische Gesundheit und Toleranz – gegen die Ausgrenzung von Menschen mit psychischen Erkrankungen!“. Alle Läufer*innen, Walker*innen, Rolli-Fahrer*innen und anderen Bewegungsbegeisterten sind zum LAUF eingeladen und können innerhalb von 2 Stunden beliebig viele Runden absolvieren.

Weitere allgemeine Informationen erhalten Sie unter: http://www.der-markt.berlin

Impressionen der Resonanzerfahrung (Fortsetzung)


17:00 Uhr

Vortrag 2. Durchlauf.resonanz__01
Inzwischen dämmert es draußen und das Licht bricht nun bläulich von außen durch die großen Fenster.
Ein Teil der Anleiter ist im Gang unterwegs, manche kamen erst verspätet an und hören sich den Vortrag nun an. Bekannte Leute, ehemalige Praktikanten, Fremde, Klienten sitzen, lauschen, laufen, trinken.


Ein Besucher streift durch den Gang und merkt die großen Fenster und Räume an. „Ist bestimmt schön hier – das Licht!“, „Ist bestimmt hell hier, nicht wahr?“

Ich, einen Blick in den Hof und die Dämmerung werfend „Ja – das ist hier sehr freundlich“


Mitklient: „Ah du schreibst hier alles auf“. „Was denn eigentlich?“
Ich: „ Gedanken, Beobachtungen, was mir gerade so auffällt.“
Mitklient: „ Ah, das ist toll – das ist gut. Das sollte ich auch so machen. Einfach mal so festhalten.“
lacht – „Das ist gut, das merke ich mir – fürs nächste Mal.“
Während ich das hier aufschreibe, ist er auch schon weggegangen. Was ich erst danach merkte.

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Gedankenkreise

Die Gedanken rasen durch meinen Kopf
Gefühle gehen durcheinander
Erschöpfung durch Wechsel aus Angst und Trauer
Verwirrung
Es ist nicht richtig, fühlt sich falsch an
Schäme mich, aber kann auch nicht alleine sein
Die Wege sind schwer, der Bus voll
Versuche mich zu konzentrieren, verstehe es aber trotzdem nicht
Bin müde, kann aber nicht schlafen
Alles ist neu und doch so gewohnt
Wünsche mir Frieden und Gelassenheit

Gwendrix