Aktionsräumler*innen berichten aus der Zuhause-Pause

Wie geht es Ihnen?
Die aktuelle Situation fällt ein wenig dürftig bei mir aus. Da ich Tabletten nehmen muss, um schlafen zu können, stehe ich leider auch erst spät auf. Wenn ich einen Termin habe, muss ich mir immer einen Wecker stellen.

Wie verbringen Sie Ihre Zeit?
Jeden Tag dasselbe Ritual. Nach dem Aufstehen sind erst einmal meine 5 Vögel dran, die ich versorgen muss: Willi, Flip und Maja kommen nacheinander auf meine Hand geklettert und dann dürfen sie fliegen und an ihrer Korkröhre knabbern. Shelly und Beißi kommen leider nicht auf die Hand. Dann gibt es sauberes Wasser, sie mögen es frisch. Futter wird auch ausgetauscht und für meine kranke Shelly gibt es noch etwas Korvimin. Dann frühstücke ich erst einmal selbst.
Freitags gehe ich einkaufen, das Gros für die Woche. An einem Tag in der Woche treffe ich mich mit meiner Betreuerin, zurzeit machen wir meist einen Spaziergang. Leider kann ich an manchen Tagen nicht so lange laufen, da ich unter starken Rückenschmerzen leide.

Wie informieren Sie sich über Corona?
Über eine Handy-App, im Fernsehen bei der Tagesschau, Sondersendungen zu Corona, und im Internet.

Was fehlt ihnen am meisten?
Der AktionsRaum fehlt mir am meisten. Ich habe dort immer wieder mal Ideen, die ich meistens auch realisieren darf und kann. Ich bin sehr stolz darauf, dass mir öfter etwas einfällt, ich nicht deshalb belächelt werde, sondern mir auch immer Mut zugesprochen wird, dass wir das schaffen können. Man hat mir immer gesagt ich tauge zu nichts, ich bin nicht zu gebrauchen. Aber wie ich sehe gibt es Menschen die mich verstehen. Auch, dass ich mit 50 Jahren noch meinen Hauptschulabschluss nachgeholt und bestanden habe macht mich sehr stolz… oh, sorry, ich weiß gar nicht, ob dies hierher gehört.

Haben Sie vielleicht auch etwas Positives für sich entdeckt?
Als es losging mit Corona und es keine Masken gab, habe ich für meine Nachbarn, meine Tochter in Berlin und meine Tochter in Niedersachsen und auch für mich selbst Masken genäht. Dann habe ich ein wenig bei den Vögeln umgebaut und ihnen einen Springbrunnen angefertigt.

Mein Wellensittich-Sommerbad

Die Zutaten für das Wellensittich-Sommerbad. Der Plastikbehälter dient als Reservoir für die Aquarienpumpe.
Die Lego-Steine sind für die Vögel etwas vertrautes, da sie neuem gegenüber misstrauisch sind und den Brunnen sonst vielleicht nicht annehmen.
Wellensittiche können nicht schwimmen, daher ist der nur leicht vertiefte Deckel ideal als Wasserspielplatz für sie geeignet.

Und hier das tolle Ergebnis:.

 

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