UPCYCLING

„Was ist das überhaupt?“

Das ist eine hochfrequentierte Frage, die mir unter Erwähnung dieses Begriffes begegnet. Oft versuche ich eine Brücke über den Begriff des Recyclings zu schaffen, da sich dieser einer breiteren Bekanntschaft erfreut.
Tatsächlich fällt das Upcycling ins Spektrum des Recycling, was wiederum nichts anderes bedeutet als Wiederverwertung.
re- = wieder, zurück (< lateinisch re-); cycle = Kreis(lauf) < lateinisch cyclus;
up- = hinauf, nach oben
Beim Recycling geht es also um die Wiederverwertung von Abfällen im Allgemeinen, das vor allem zur Schonung von Rohstoffen, durchaus auch zur Reduzierung von Müll. Im Upcycling kommt zur Wiederverwertung eben noch eine Aufwertung hinzu.
Es werden hier also aus Abfällen und unnützen Materialien neue Produkte hergestellt.
Natürlich kommt dem pfiffigen Fragesteller gerne eine weitere Frage herausgeplatzt: „Gibt es dann nicht auch das Downcycling?“ – JA!, das gibt es tatsächlich, aber darauf werde ich in diesem Artikel nicht weiter eingehen.

Wie kam ich zum Upcycling und welche Bedeutung hat es für mich?

Anfang 2017, anlässlich der Planung meiner tagesklinischen Entlassung, schaute ich mir die Praxis für Ergotherapie hier bei VIA an und war recht angetan von den persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten und der Unterstützung, die mir die Ergotherapie, sowie die Aktionsfelder boten. Während der Führung durch die Aktionsfelder sprach mich am meisten der Bereich des Upcyclings an.
Damals wurden mir die aus geschreddertem Tetrapack gewobenen Gürtel und die genähten KRAMonnaiese, die wohl aus Abdeckplanen sein sollen, gezeigt und noch kleinere Einzelversuche.
Ressourcenorientierung, Recycling, Umweltschutz, LowWaste (engl. geringe Verschwendung/Abfall), Zweckentfremdung, ökonomisches Denken und Handeln, Kreativität sind alles Dinge, die mir am Herzen liegen.
Und aus Müll, Schrott, überdrüssig gewordenen und ähnlichen sonst für die Tonne überlassenen Gebrauchsartikel zu werkeln, vereint wunderbar meine Herzensangelegenheit. Hier kann ich basteln, probieren, gestalten, also mich austoben sozusagen.

Möglichkeiten des Upcycling

Im Grunde könnte ich auch schreiben, dass alles Möglich ist.
Doch Beispiele sind doch einfach schöner, nicht wahr?!
Ganz einfach ist es zum Beispiel eine leere Konservendose auszuspülen, das Papier drumherum zu entfernen, die Außenfläche anzumalen und den somit aufgehübschten Metallabfall als Aufbewahrungsdose zu verwenden. Für Stifte, Besteck, Pflanzen, Krimskrams, Müll oder für etwas das klappert um damit zu musizieren. Es könnten auch Löcher in die Wand gebohrt oder gestanzt werden um die Dose als Windlicht zu verwenden. Oder sie werden verbaut

und, und, und…
Die Möglichkeiten lassen sich also beliebig erweitern mit mal weniger Aufwand und mal mehr.
Anderweitig kann auch eine ausgediente Jeanshose recht einfach zu einer Tasche umgenäht werden oder Stoffreste zu einer Patchwork Decke.

Diese zwei Links geben, wie ich finde, einen recht schnellen und anschaulichen Überblick über das Thema Upcycling und den Zusammenhang zwischen Recycling und Upcycling.
zum Upcycling
und
Recycling
Gerne möchte ich auch dazu anregen sich mit ein wenig Zeit einer Suchmaschine zu widmen und Upcycling in die Bildersuche gegeben wird.
Dieses Vorgehen wird bestimmt die Vielseitigkeit zeigen.

Upcycling bei VIA

Das Upcycling wurde hier bei VIA durch Herrn Schwarzenberger im Laufe des Jahres 2015 eingeführt und später dann durch Frau Osteroth angeleitet. Es wurde zu Anfang vor allem mit Tetrapacks experimentiert und hin und her probiert, was manchmal gelang und andere Male nicht. Dadurch konnte das Material jedoch kennengelernt und optimaler verarbeitet werden.
Wie eben schon erwähnt wurden hier eine Zeitlang die Tetrapackgürtel gewoben und verkauft, deren Herstellung allerdings einen bis heute andauernden Dämpfer erfuhr, der auf dem Mangel einer geeigneten Nähmaschine gründet.
Doch es gibt noch deutlich mehr Materialien, die zu verarbeiten versucht wurden und werden.
Und ich könnte noch eine Weile über verschiedene Versuche, Materialien und Ideen schreiben, doch zur Veranschaulichung taugen mir Bilder für diesen Artikel doch mehr.

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