2. Open Air Aktion vom Zentrum AktionsRaum

Ausflug in den Park am Vogelwäldchen in Gropiusstadt

Der Park am Vogelwäldchen ist ein großes Gelände mit Mischwald, das hinter dem Mauerstreifen bereits in bunt blühende Brandenburger Felder übergeht. Bei unserer Wanderung hatten wir  großes Glück mit dem Wetter – und mit Bestimmungsbüchern ausgerüstet sammelten wir Tiere und Pflanzen.

Unser Résumé:
„War schön, ja!“
„So eine Wanderung kann man schon Mal gerne machen.“
„Wohlauf gelungen!“

Open Air Aktion vom Zentrum AktionsRaum

Ausflug in den Körnerpark und die Thomas-Höhe inmitten von Neukölln

Unser erstes Treffen im Körnerpark ist der Wahrnehmung gewidmet. Wir treffen uns vormittags und das Wetter ist wunderschön. Wir beginnen mit einigen Atem- und Achtsamkeitsübungen. Danach – auf einer Bank sitzend – lauschen wir den Geräuschen um uns herum und versuchen sie nicht zu beurteilen, das ist gar nicht so einfach. Eine laute Baustelle übertönt zunächst alles. Mit der Zeit jedoch  können wir Vogelgesang, Kinderstimmen, Insektenbrummen und viele feine Geräusche mehr hören. Mit geschärfter Wahrnehmung machen wir uns auf einen Rundgang durch den Park. Wir finden Tiere, Pflanzen und Geschichten:

Bei einem Kaffee versuchen wir die folgenden Pflanzen zu bestimmen. Einige sind uns geglückt, bei einigen bräuchten wir Ihre Mithilfe. Wer eine noch unbestimmte Pflanze erkennt oder Kommentare hat, wende sich bitte an folgende Adresse: aktionsraum@via-berlin.de.

Erkannt haben wir:

Die Platane
Den Rhododendron
Den Frauenmantel mit Tautropfen
Die Schnecke, auch wenn sie keine Pflanze ist

Bei den folgenden Pflanzen sind wir uns nicht sicher…

Die nächsten beiden Aktionen fanden ganz in der Nähe, in der Thomas-Höhe statt. Hier wurde gespielt. Ein Spiel, das auch schon beim Sommerfest des AktionsRaumes im letzten Jahr großen Anklang fand: das Wikinger Schach oder Kubben. Wir suchten uns einen 5 x 8 m großen Platz, möglichst ohne hohes Gras und los ging es. Zwei Runden wurden mit Konzentration und Spaß gespielt und zum Schluss – auch nicht unwichtig – die Entscheidungsrunde.

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Hoch und Tief

Jahre um Jahre ziehen ins Land
Manchmal hast Du ’s in der Hand
Doch wenn sich Mauern vor Dir türmen
Kannst Du nicht mehr vorwärts stürmen

Dunkelheit versperrt die Sicht
Denkst ständig nur „Ich schaff´ das nicht“
Hilfe suchen fällt Dir schwer
Es sieht so aus als geht nichts mehr

Es kostet Kraft das Licht zu finden
Oft muss man dafür richtig schinden
Doch in Dir ist ’ne große Kraft
Die Helligkeit im Leben schafft

Ein jedes Tief geht mal vorbei
Die Seele fühlt sich wieder frei
Als Mensch kannst Du Dich wieder fühlen
Wie ein Kind das Leben spielen.

Gwendrix

Leben in seltsamen Zeiten III

DSCF5483nAktionsräumler*innen berichten aus der Zuhause-Pause

Wie geht es Ihnen in der aktuellen Situation?

Mir geht es gut. Ich komme gut zurecht. Mein Freund ist seit Anfang März bei mir. Für mich hat sich, abgesehen davon, dass ich den AktionsRaum nicht besuchen kann, nicht viel geändert. Ich bin sehr zufrieden, dass ich so stabil bleibe.

Wie verbringen Sie Ihre Zeit?

Ich lese viel. Zusammen machen wir kleine Spaziergänge zu unserer Lieblingsbuchhandlung, gehen einkaufen und schauen abends die Nachrichten im Fernsehen an. Das ist schon ritualisiert. Vorher raten wir gemeinsam bei „Wer weiß denn sowas?“. Morgens werden wir von den Katzen geweckt, das heißt ausschlafen is‘ nicht. Sonst bin ich viel allein gewesen. Jetzt ist mein Freund immer um mich und ich bin erstaunt, dass das doch so super klappt, denn etwas Angst hatte ich schon davor. Ich bin entspannter als gedacht. Mir hilft es sehr, mich mit ihm auszutauschen.

Wie informieren Sie sich über Corona?

Hauptsächlich über „Heute“, „Abendschau“ und „Tagesschau“.

Was fehlt ihnen am meisten?

Auf jeden Fall der AktionsRaum. Die Gespräche mit den anderen, das Treffen in der Pause. Mir fehlt es auch ein bisschen, mich mal in ein Café setzen zu können.

Haben Sie vielleicht auch etwas Positives für sich entdeckt?

Zum einen das Verhältnis zu meinem Freund. Es hat sich vertieft und gefestigt. Zum anderen fällt mir auf, dass man wenig braucht, wenig Luxus. Das stellen jetzt auch andere fest und das finde ich gut. Ich finde es auch sehr angenehm, dass weniger Gedränge beim Einkaufen herrscht. Der Abstand dort dürfte so bleiben.

Leben in seltsamen Zeiten II

vxfxdvdyAktionsräumler*innen berichten aus der Zuhause-Pause

Wie gehen Sie mit der aktuellen Situation um?

Langsam habe ich mich daran gewöhnt.  Zu Hause zu bleiben ist ein Schutz für mich… das war es auch schon früher.

Informieren sie sich über Corona?

Am Anfang ja, jetzt nicht mehr so. Ab und zu schaue ich Nachrichten.

Wie verbringen Sie Ihre Zeit?

Ich bin Selbstversorger, da hat sich nichts geändert. Ich gehe zweimal die Woche einkaufen. Eine Maske trage ich nicht. Ich achte darauf, mir die Hände gut zu waschen. Ansonsten lese ich viel und quizze, vor allem Kreuzworträtsel. Derzeit lese ich „Papillon“. Den Film kenne ich zwar schon aber das Buch gefällt mir besser.

Was fehlt Ihnen gerade?

Die Arbeit fehlt mir, weil die Struktur fehlt. Und ich ärgere mich, dass meine Familie sich nicht um mich kümmert. Ich habe drei Geschwister in der Stadt, zu denen ich seit 10 Jahren keinen Kontakt mehr habe. Ich hätte mir gewünscht, dass sie sich mal erkundigen, ob es mir gut geht. Die Arbeit fehlt mir auch deshalb. Denn da kann ich wenigstens für andere da sein.

Gibt es etwas aus dieser Zeit, dass auch für die Zukunft bleiben soll?

Der Mensch war zu arrogant. Er sollte daraus lernen, nicht so gierig zu sein und mehr an andere zu denken. Ein bisschen mehr Empathie wäre schön.