Wir gratulieren!

Im Februar 2020 nahmen Herr Hild, Frau Lisson und Herr Nguyen (Fedor) an einem Titelbild-Wettbewerb für die Fachzeitschrift „Psychiatrische Praxis“ teil:

Wir alle sandten je ein Werk ein, das im Atelier des Zentrums AktionsRaum entstanden war – und wir haben tatsächlich gewonnen! Ein kleines Preisgeld und vor allem: Die Veröffentlichung unserer Arbeit auf der Titelseite der Zeitschrift.

Im Folgenden sind die Bilder zu sehen – teilweise mit einer kurzen Beschreibung unserer Arbeit.

Aquarell mit angedeuteter Perspektive, DIN A4, Herr Nguyen (Fedor) 2019

Da es mir scheint, als würden viel zu wenige Leute malen, schreibe ich darüber, wie ich damit anfing.
Bevor ich begann, war ich überzeugt, kein Interesse und wenig Talent mitzubringen. In einem geeigneten Raum testete ich mich dennoch aus. Es entstanden Bilder, die auch mich sehr beeindruckten. Außerdem bereitet mir das Malen viel Freude, und das Interesse entwickelte sich. Nun druckt man mein Lieblingsbild auf die Titelseite der Zeitschrift.

Mein Fazit: malt erst ein paar Bilder, bevor ihr über euer Talent oder euer Interesse urteilt. Um loszulegen braucht man nur ein Blatt Papier und Stifte oder Pinsel und Farbe.

Acryl auf Leinwand, 20cm x 20cm, Frau Lisson 2019
„Gedankenwirbel“ Acrylfarbe, A4, Herr Hild 2019

Ich leide seit vielen Jahren unter Zwangsgedanken. Dieses Bild habe ich ohne große Planung begonnen. Heraus kam ein Abbild meines Gedankenkreisens. Man vertieft sich immer mehr in seine Gedankenwelt, wie in einem Strudel.

– Größenwahn –

Corona-Massaker by Gwendrix

ICH habe das Saatgut nicht gesät.
ICH bringe es nur zum blühen.

…es gedeiht prächtig…

An den wenigen prächtigen Blüten, den Ausnahmen erfreue ICH mich.
Dieser Einfallsreichtum des ungewöhnlichen, dem wird gebührende Aufmerksamkeit geschenkt…
…welch armselige Helferlein, die mich vermehren – obwohl sie mich leugnen.

– So wenige es gibt
so hell erstrahlt ihr Licht –

In Kauf nehme ICH gerne die Auswüchse der Masse, also den Wissenden, den Anhängern der Forschenden.
Wie vertan ist ihre Mühsal, sie bemerkt nicht, wie sie von mir gelenkt wird…
…ergehen sich in ein Tal des Jammerns,
welch` Verantwortung sie tragen, dass sie, die Mediziner, bald über Leben und tot triagieren müssen…
…welch ein Trugschluss…

ICH, und ICH allein entscheide über euer Schicksal…

ICH, die Krone der infektiösen organischen Strukturen ICH

Mario Ysendyk

Der Garten hat uns wieder – Wir haben den Garten wieder

Der Winterweizen bettelt um seine Ernte

In dieser Woche begann die schrittweise Wiedereröffnung der Aktionsfelder. Aufgrund der Coronapandemie hat ein Aktionsfeld besonders gelitten. Unser Garten. Leider war es uns nicht vergönnt in diesem Jahr überhaupt schon im Garten aktiv zu werden, denn bevor wir beginnen konnten, hat uns der Lock-Down ausgebremst.

Dadurch hatte die Natur freien Lauf sich zu entwickeln und zu entfalten.

So sah es dann auch aus, als wir heute das erste Mal wieder vor Ort waren. „Kraut und Rüben“ wie man so schön sagt.

Das Erdbeerfeld war überwuchert, die Erdbeeren weg und die Wühlmäuse waren augenscheinlich sehr aktiv. Der Winterweizen „bettelte“ um seine Ernte und die restlichen Beete wollen bereinigt und wenigstens noch für den Herbst vorbereitet werden. Genug zu Tun also.

Bei großer Wärme und Sonnenschein machten wir uns heute somit an die ersten gärtnerischen Taten des Jahres. Verrückte Gartenzeit im Coronajahr.

Und trotzdem waren wir froh und zufrieden nun endlich wieder in der Erde zu wühlen, das Unkraut zu zupfen, Licht ins Erdbeerdickicht zu bringen und unsere Pflanzen mit Wasser zu versorgen. Bis zum Herbst sollten wir es geschafft haben, dass Versäumte aufzuholen.

Und nächstes Jahr werden wir hoffentlich wieder ein volles Gartenjahr haben.

Das Aktionsfeld Garten findet zunächst für eine Aktionszeit wöchentlich statt.

Bei Interesse am Mitgärtnern bitte melden unter: 030 755 12 14 190 oder aktionsraum@via-berlin.de

Endlich ist es soweit: Aktionsfelder im Zentrum AktionsRaum wieder geöffnet!

Heute konnten wir die ersten Besucher*innen wieder in den Aktionsfeldern begrüßen. Für alle eine Wohltat, mussten wir doch wirklich lange darauf warten. Auch wenn es heute erst mal nur mit den Aktionsfeldern Holz und Atelier los ging und erst in weiteren Etappen die anderen Aktionsfelder dazu kommen können, war die Freude auf allen Seiten groß.

„Endlich wieder eine Beschäftigung haben.“ Das war der O-Ton, der heute durch das Zentrum AktionsRaum ging. Da lassen sich auch die diversen Änderungen, die aufgrund der Hygienemaßnahmen notwendig wurden, gut akzeptieren. „Es ist schön wieder hier zu sein.“

Willkommen zurück!

In diesem Sinne freuen wir uns auf die Neueroberung des Zentrum AktionsRaum. Denn: Unsere Besucher*innen sind uns mit Abstand die Liebsten!

Wichtig zu wissen: Da wir derzeit noch kein Interessentenfrühstück durchführen können, bitten wir bei Interesse um telefonisch Kontaktaufnahme 030 755 12 14 190 oder per E-Mail: aktionsraum@via-berlin.de

Leben in seltsamen Zeiten IV

Aktionsräumler*innen berichten aus der Zuhause-Pause

Wie geht es Ihnen?
Die aktuelle Situation fällt ein wenig dürftig bei mir aus. Da ich Tabletten nehmen muss, um schlafen zu können, stehe ich leider auch erst spät auf. Wenn ich einen Termin habe, muss ich mir immer einen Wecker stellen.

Wie verbringen Sie Ihre Zeit?
Jeden Tag dasselbe Ritual. Nach dem Aufstehen sind erst einmal meine 5 Vögel dran, die ich versorgen muss: Willi, Flip und Maja kommen nacheinander auf meine Hand geklettert und dann dürfen sie fliegen und an ihrer Korkröhre knabbern. Shelly und Beißi kommen leider nicht auf die Hand. Dann gibt es sauberes Wasser, sie mögen es frisch. Futter wird auch ausgetauscht und für meine kranke Shelly gibt es noch etwas Korvimin. Dann frühstücke ich erst einmal selbst.
Freitags gehe ich einkaufen, das Gros für die Woche. An einem Tag in der Woche treffe ich mich mit meiner Betreuerin, zurzeit machen wir meist einen Spaziergang. Leider kann ich an manchen Tagen nicht so lange laufen, da ich unter starken Rückenschmerzen leide.

Wie informieren Sie sich über Corona?
Über eine Handy-App, im Fernsehen bei der Tagesschau, Sondersendungen zu Corona, und im Internet.

Was fehlt ihnen am meisten?
Der AktionsRaum fehlt mir am meisten. Ich habe dort immer wieder mal Ideen, die ich meistens auch realisieren darf und kann. Ich bin sehr stolz darauf, dass mir öfter etwas einfällt, ich nicht deshalb belächelt werde, sondern mir auch immer Mut zugesprochen wird, dass wir das schaffen können. Man hat mir immer gesagt ich tauge zu nichts, ich bin nicht zu gebrauchen. Aber wie ich sehe gibt es Menschen die mich verstehen. Auch, dass ich mit 50 Jahren noch meinen Hauptschulabschluss nachgeholt und bestanden habe macht mich sehr stolz… oh, sorry, ich weiß gar nicht, ob dies hierher gehört.

Haben Sie vielleicht auch etwas Positives für sich entdeckt?
Als es losging mit Corona und es keine Masken gab, habe ich für meine Nachbarn, meine Tochter in Berlin und meine Tochter in Niedersachsen und auch für mich selbst Masken genäht. Dann habe ich ein wenig bei den Vögeln umgebaut und ihnen einen Springbrunnen angefertigt.

Mein Wellensittich-Sommerbad

Die Zutaten für das Wellensittich-Sommerbad. Der Plastikbehälter dient als Reservoir für die Aquarienpumpe.
Die Lego-Steine sind für die Vögel etwas vertrautes, da sie neuem gegenüber misstrauisch sind und den Brunnen sonst vielleicht nicht annehmen.
Wellensittiche können nicht schwimmen, daher ist der nur leicht vertiefte Deckel ideal als Wasserspielplatz für sie geeignet.

Und hier das tolle Ergebnis:.